Willkommen in der Welt der Autohersteller



Inzwischen gibt es Autos rund um den Globus zu kaufen. In Asien, dem ohnehin aufstrebenden Kontinent, sind japanische Automarken schon lange vertreten, aber auch andere Nationen wie Korea, China und sogar Indien ziehen nach. Sind auch die Sicherheitsmerkmale oft noch unzureichend für den europäischen Automarkt, kann man doch davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren und Jahrzehnten Asien an die deutschen, französischen, englischen oder italienischen Autohersteller anschließt und einige von ihnen vielleicht sogar verdrängt. An Motor und Karosserie gibt es derweil nicht viel zu deuten. Oft eigenwillig entworfen und gebaut stehen die asiatischen Modelle den europäischen nicht nach.
Doch auch in den eigenen Reihen, das heißt, in den nächsten Nachbarländern wie etwa Rumänien, werden Pläne nicht nur geschmiedet, sondern Automarken produziert. Diese bestechen in erster Linie durch ihren Preis, das ist klar. Aber die Entwicklung bleibt auch hier nicht stehen, und der schon jetzt recht oft verkaufte Dacia wird in den kommenden Jahren an Technik und Ausstattung zulegen.
Automarken, die besonderen Wert auf Luxus und hochgezüchtete Motoren legen, zum Beispiel Porsche, sind gut beraten, auch im tiefer angesetzten Preissegment zu agieren, wie das etwa Mercedes mit der A-Klasse eingeführt hat.
Als Vorreiter in Sachen Modernisierung und Entwicklung, die der Masse der Käufer ebenso entspricht wie einer kleinen Oberschicht, gilt nach wie vor Volkswagen. Oft stark bedrängt durch die Konkurrenz im Nacken, die einmal Opel, ein anderes mal Renault darstellt, beißen sich die Wolfsburger doch immer wieder durch und glänzen dabei mit innovativen Verbesserungen und Erneuerungen, die Motoren sowohl als auch die Gesamtkonzeption neuer Modelle betreffend. Doch wie bereits erwähnt, schläft die Konkurrenz nicht. Frankreich wartet immer wieder mit überraschenden, besonders komfortablen Modellen auf, ob Renault, Citroen oder Peugeot. Italien bricht oft die ungeschriebene Preisgrenze mit einem noch kleiner gehaltenen Fiat, und Tschechien mit seinen Skoda Modellen ist unter der Wolfsburger Fichtel schon so gut wie angekommen im Mittelfeld der besten Autohersteller der Welt.
Ein vielleicht noch unbedeutender, aber nichtsdestotrotz kaum zu unterschätzender Faktor im Wettkampf der Automarken ist die Entwicklung auf dem amerikanischen Automarkt. Bislang völlig ungefährlich für europäische Autohersteller, beginnen seit einiger Zeit auch die Amerikaner umzudenken und bauen nicht nur Geldsparende Gasanlagen in ihre Wagen, sondern rüsten ihre großen Motoren generell um. So gibt es etwa einen Mustang vielleicht schon in ein paar Jahren mit dem kleinen 1,6 Liter Motor oder den Cadillac mit 90 PS Motoren. Das kann man nicht wissen. Fakt aber ist, dass unsere Freunde jenseits des Atlantiks auch den wichtigen Schritt hin zu wirtschaftlichen, umweltfreundlicheren Fahrzeugen gegangen sind. Vielleicht vorerst noch im Kopf, aber ein Diesel modernster Technik wäre in Amerika noch vor ein paar Jahren nicht ernsthaft im Gespräch gewesen, während sie jetzt bereits verschiedene Modelle besitzen, die auszufeilen und weiterzuentwickeln es nun gilt.
Diesem Trend folgen eigentlich alle Autohersteller der Welt. Besonders schnell die Japaner mit Honda, Toyota, Suzuki, Mazda und dergleichen, besonders überzeugend die Deutschen mit VW und Audi, Opel, BMW und Mercedes. Und so setzt sich die Reihe fort, jedes Autoland hat seine Besonderheiten, um den Anschluss an die Weltspitze zu halten oder anzuvisieren. Auch die Schweden, die mit ihren Erfolgsmodellen Volvo und Saab vielleicht ein bisschen zu sehr verwöhnt waren, da sie fast außerhalb der Konkurrenz standen, entwickeln neue Ideen, um im allgemeinen Wettstreit mithalten zu können. Oft kann der Laie schon gar nicht mehr genau auseinanderhalten, welche Firma welche Automarke baut, da in Zeiten von Wirtschaftskrise und Globalisierung Märkte und Unternehmen zerfallen, fusionieren, übernehmen. Ist der Mini noch englisch oder ist er ein BMW? Heißt ein Carrera jetzt nicht mehr Porsche, sondern Mercedes? Und was ist mit General Motors und Ford, was mit Seat und VW? Amerikanisch, deutsch, spanisch? Diese Fragen können einem wirklich spanisch vorkommen. Der Trend zu solcherart Verschmelzungen setzt sich jedoch fort. Es ist ja schon lange üblich, dass zum Beispiel ein Motor von VW etwa in einem Volvo verbaut wird oder Ähnliches. Jetzt wird vielleicht noch ein bisschen ersichtlicher, dass es ohne Vernetzung und Kooperation gar nicht mehr geht. Bleibt nur zu hoffen, dass sich all das letztlich positiv auf uns Käufer auswirkt. Besonders natürlich in Bezug auf Sicherheit, Ausstattung und Preis. Dass der Aspekt Umweltverträglichkeit dabei eine Schlüsselrolle einnimmt, ist für den Endverbraucher glücklicherweise genauso ein Vorteil, wie es der Umwelt tatsächlich auch zugutekommt. Denn sinkt der Verbrauch, bleibt auch im Portemonnaie am Ende mehr zurück.